Prison break - wachsen in die Freiheit

Die Metapher eines Gefängnis-Ausbruchs scheint für mich passend, um dem, was ich das vergangene Jahr erlebt habe, ein Bild zu geben. Es war ein Ausbruch in Etappen und begann damit, dass ich im Mai 2019 „Karenz aus sonstigen Gründen“ beantragte. Ich war Lehrerin – 20 Jahre lang. Und ich wollte raus. Raus aus einem Rahmen, den ich immer mehr und mehr als eine Art Gefängnis betrachtete. Immer wieder stieß ich an Grenzen, und fühlte mich mehr und mehr beengt und eingeschränkt.

Ich wollte endlich mehr Freiheit erleben – die Karenz schien mir als erster Schritt ein Weg dorthin. Doch schnell musste ich feststellen: der Käfig hatte sich nur ein kleinwenig vergrößert. Ich hatte zwar etwas mehr Bewegungsraum, doch immer noch gab es rundherum Einschränkungen in Form von Glaubenssätzen.

Also begann ich, an diesen zu arbeiten und mein Spielraum vergrößerte sich. Meine Grenzen weiteten sich immer mehr und mehr aus. Kaum hatte ich einen Durchbruch, stand ich schon bald an den nächsten Grenzen an.

Für mich begann eine sehr spannende Zeit. Jetzt wollte ich es wissen. Wie weit konnte ich meine Grenzen ausweiten? Wie weit konnte ich mich ausdehnen? Was war alles möglich?

Es war und ist immer noch für mich ein Jahr voller Abenteuer und Wunder. Heute blicke ich zurück und denke: Wow – mein Leben hat sich total verändert. Das Gefühl von Freiheit und Freude sind enorm gestiegen.

Was habe ich gelernt? Dass ich in mir eine Menge an Glaubenssätzen trug, die mir erzählten, wie ich zu leben hätte, was man machen darf und was nicht, was man besser tun sollte oder besser nicht tun sollte: Glaubenssätze, die konstruiert waren, um mich klein zu halten, so dass ich gut in einen winzigen Käfig passte.

Doch meine Entscheidung, aus diesem auszubrechen, brachte meine kleine Welt ins Wanken und immer wieder durfte ich mich hinderlichen Glaubenssätzen stellen, was auch immer wieder Ängste in mir auslöste. Immer wieder durfte ich hinschauen, wählen und loslassen. Ja, tatsächlich haben wir dir Wahl und können entscheiden, ob wir weiterhin an unsere „bullshit-rules“ (mein neues Lieblingswort für Glaubenssätze) glauben wollen oder nicht.

Will ich weiterhin glauben, dass ich etwas nicht kann, oder darf ich entscheiden, dass ich alles leicht lernen kann? Will ich weiterhin glauben, dass ich hart arbeiten muss, um erfolgreich zu sein, oder darf es auch leicht gehen? Will ich weiterhin glauben, dass ich mir alles erkämpfen muss, oder darf ich mich vom Leben beschenken lassen? Will ich weiterhin glauben, dass nur die Harten durchkommen, oder erlaube ich mir zu glauben, dass Liebe stärker ist als alles andere? Will ich weiterhin glauben, dass ich hier auf diesem Planeten um mein Überleben kämpfen muss, oder wähle ich zu glauben, dass dies ein wundervoller Ort ist, der so reich an Fülle ist und der mir alles schenkt, was ich brauche und noch viel, viel mehr dazu?

Ich entscheide mich, zu glauben, was ICH will. Ich entscheide mich, meine Glaubenssätze so zu wandeln, dass sie mich fördern, dass ich mich entwickeln und ausdehnen kann. Und mit diesen Entscheidungen kann ich jeden Tag ein Stückchen weiterwachsen – hinein in eine Freiheit, die mir schier unglaublich erscheint. Heute blicke ich zurück und bin unendlich dankbar. Ich habe mir erlaubt, meinem Herzen zu folgen. Und ich habe keine einzige Sekunde bereut. Ich freue mich, auf weitere Abenteuer, denn ich weiß, meine Reise in die Freiheit ist noch lange nicht zu Ende. Sie hat gerade erst begonnen.

Alles Liebe,

Kerstin

„…denn wir sind hier, um zu blühen!“


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Kerstin Donaldson

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